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Kinofilm „Total Recall“ mit Colin Farrell und Jessica Biel: Was ist Wirklichkeit?

TOTAL RECALL mit Colin Farrell, Kate Beckinsale, Jessica Biel u

Letzen Augst war ich mit einer Freundin im Kino. Ich hatte ja vor nicht allzu langer Zeit Geburtstag, und weil ich so ein Action-Fan bin, hat sie mich zum Remake von Total Recall mit Colin Farrell, Kate Beckinsale und Jessica Biel eingeladen. Die Macher haben sich grundsätzlich an den ursprünglichen Plot gehalten, auch wenn es ein paar kleine Abweichungen gibt.

Die Story von „Total Recall“

Die Erde ist 2084 aufgrund mit biochemischen Waffen geführter Kriege nicht mehr bewohnbar. Nur in zwei Gebieten ist noch menschliches Leben möglich. Die Vereinte Föderation Britanniens und auf der anderen Seite des Planeten Australien, „die Kolonie“ genannt. Da der gesamte übrige Erdball verseucht ist, führt der einzige Weg von einem Ort zum anderen durch das Erdinnere.

Organisierter Widerstand

Zu diesem Zweck wurde ein riesiger Tunnel durch den Erdkern gebohrt, in dem ein gigantischer Aufzug, der „Fall“, verkehrt. Während im Original die Mutanten auf den Mars verbannt wurden, werden im Remake die Bewohner der Kolonie als Arbeiter für die Föderation versklavt. In beiden Filmen gibt es einen organisierten Widerstand, der eine Revolte plant.

Ein aufregendes Abenteuer

Die Hauptfigur Douglas Quaid (Colin Farrell), ein unbedeutender und daher etwas gelangweilter und leicht depressiver Fabrikarbeiter, wird in beiden Versionen von einem immer wiederkehrenden Fluchttraum heimgesucht, in dem eine ihm unbekannte Frau eine wichtige Rolle spielt. Um seinem öden Leben etwas mehr Pep zu verleihen, begibt er sich in die Hände der Firma Rekall, die lebensechte Erinnerungen an aufregende Abenteuer oder unvergessliche Reisen zu traumhaft schönen Orten ins Gehirn implantieren.

Realität oder Traum?

Doch während der Prozedur kommt es zu einem unerwarteten Zwischenfall und Doug findet sich plötzlich als Gejagter mit ungeahnten Skills in einem aufregenden Spionagethriller wieder. Seine liebevolle Ehefrau verwandelt sich in eine tödliche Kampf-Amazone und auch die unbekannte Frau aus seinen Alpträumen taucht wieder auf. Die Frage ist nun, ob das Erinnerungsimplantat übereifrig am Werk ist oder Doug seine eigentliche Identität gefunden hat…

Weibliche Super-Schurken

Ich weiß ja nicht, ob ich die Einzige bin, der das aufgefallen ist, aber die weiblichen Actionhelden übernehmen langsam das Ruder. Während Arnie im Original noch spielend mit der Aerobic-Queen Sharon Stone fertig wurde und sie mit einem gezielten Fausthieb auf die Bretter schickt, sind die Damen im Remake aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Nicht nur, dass sie mindestens genauso viel einstecken können wie ein Kerl, sie teilen auch genauso derbe aus.

Volle Frauenpower

Unfaire Tritte in männliche Weichteile, die im Original noch zum Schmunzeln veranlasst haben, haben die modernen evil Bitches nicht mehr nötig. Ihre Schläge, Tritte und Würfe sind gemeingefährlich. Auch Waffen sehen an ihnen schon lange nicht mehr wie Fremdkörper aus. Dabei sind sie aber rank und schlank wie Laufstegmodels und sind auch ebenso schön. Sie müssen auch nicht mehr von einem starken Mann gerettet werden, im Gegenteil, unser Held muss sich aus so manch haariger Situation von seiner Partnerin retten lassen.

Ein gelungenes Remake

Großartig! Ein durchweg gelungenes Remake des Sci-Fi Actionthrillers Total Recall von 1990, das sich teilweise fast wörtlich an die Vorlage hält, aber eine Rundum-Modernisierung erfahren hat. Die Spannung ist schier atemberaubend, das Tempo so rasant, dass die knapp 120 Minuten wie im Flug vergehen. Die Schauspieler sind gut ausgewählt und liefern eine überzeugende Darstellung ab. Die Synchron-Stimme von Jessica Biel ist vielleicht ein wenig unglücklich gewählt, zu dunkel und etwas monoton, aber so viel Text hat sie eh nicht.

Viel Liebe zum Detail

Die zum überwiegenden Teil digitalen Filmsets von Total Recall sind absolut realistisch und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Da der Lebensraum auf eine so kleine Fläche geschrumpft ist, wird in extremen Maße in die Höhe expandiert, was zu faszinierenden Perspektiven und Transportmitteln führt. Man findet visuelle Anleihen an die neue Star-Wars-Trilogie, aber auch an Minority Report oder Judge Dredd. Ich weiß nicht, ob es eine 3D-Version von Total Recall gibt, aber die wäre mit Sicherheit ein Knaller!

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