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Namen bei der Partnersuche: Paul spannt Kevin die Frauen aus

Namen bei der Partnersuche: Paul spannt Kevin die Frauen aus

Heißt Ihr Felix, Paul oder Lukas? Wenn ja, haben Eure Eltern alles richtig gemacht. Denn wer den falschen Namen hat, den bestraft das Leben. Vornamen verleihen nämlich Identität – ein Leben lang. Sie sind mit das erste, was man von jemand anderem erfährt und häufig rufen sie beim Gegenüber bestimmte Assoziationen hervor. Spätestens seit dem bekannten Lehrerzitat „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“, werden bestimmte Vornamen mit Verhaltensstörungen und fehlender Bildung verbunden. Aber nicht nur in der Schule werden Kevin, Chantal, Justin oder Jeremy Verhaltensauffälligkeiten oder ein schlechtes soziales Umfeld zugeschrieben, auch bei der Partnersuche ziehen sie oftmals den Kürzeren.

Vorname beeinflusst Erfolg beim Online-Dating

Zumindest wenn es nach einer Studie des Online-Dating-Portals eDarling geht. Wissenschaftler haben für die Singlebörse untersucht, wie Nutzer auf Vornamen reagieren. Das Ergebnis ist eine Hitliste mit Namen, die paarungswillige User attraktiv oder – im umgekehrten Fall – sogar abstoßend finden. Besonders beliebt bei den Damen sind demzufolge Felix, Paul oder Lukas. Männer mit dem Namen Paul etwa hatten in einer Stichprobe rund 150 Prozent mehr Erstbesucher auf ihren Profilseiten als beispielsweise User mit dem Namen Kevin. Männer hingegen bevorzugen Mädels, die Hannah, Lena oder Katharina heißen. Ganz hinten auf der Beliebtheitsskala der Herren liegen die Namen Sylvia, Johanna und Chantal.

Methodik der Studie

Die Methodik der Studie ist recht simpel. Den Nutzern des Portals werden regelmäßig per Mail Profilseiten von anderen Nutzern empfohlen. Die Vorschläge enthalten nur den Vornamen, den Wohnort und das Alter der potentiellen Partner. Weil die Nutzer selbst bestimmen, aus welcher Region und aus welcher Altersgruppe sie Vorschläge bekommen wollen, ist der einzig Vorname bei der Auswahl neu. Interessiert sich der Nutzer für eines der Profile, kann er es anklicken und sich weiter über die Person informieren. Tut er es nicht, ignoriert er den Vorschlag einfach. Keine Reaktion werteten die Forscher als Desinteresse.

Zahl der Profilabrufe als Indikator

Als Indikator für das Interesse wurde dagegen die Zahl der Profilabrufe gezählt. Die Forscher berücksichtigten dabei auch, dass manche Namen häufiger vorgeschlagen wurden. Neben den Daten des Datingportals legten die Wissenschaftler ihrer Studie Rankings zur Beliebtheit von Vornamen zugrunde. So konnten sie ermitteln: Träger von unbeliebten Vornamen werden bei Partnervorschlägen häufiger missachtet.

Geringeres Selbstbewusstsein bei unbeliebten Namen

Die Studie lieferte außerdem noch ein weiteres Ergebnis. Nicht nur, dass Menschen mit unbeliebten Namen weniger attraktiv wirken, sie fühlen sich offensichtlich auch so. Die Auswertung der von den Singles ausgefüllten Fragebögen ergab, dass Kevin & Co. ein geringeres Selbstbewusstsein haben, weniger gebildet sind und mehr rauchen. Die Unterschiede fanden sie jedoch nicht nur im Vergleich zweier Namen mit deutlich unterschiedlicher Beliebtheit wie Kevin und Alexander: Die Träger von Namen, die nur etwas unbeliebter waren als der Durchschnitt, waren ebenfalls durchschnittlich weniger selbstbewusst, eher Raucher und eher weniger gebildet.

Und die Moral von der Geschichte

Kevin wird vermutlich sein Leben lang Single bleiben. Und das alles nur, weil seine Eltern in den 90er zu viel „Kevin allein zu Haus“ gesehen haben und wahrscheinlich nicht die Hellsten sind (Achtung Vorurteil!). Der arme Junge wird vermutlich niemals eine Frau abkriegen, es sei denn, seine zukünftige Partnerin heißt Mandy, Sandy oder Chantal. Diese Mädels haben schließlich dasselbe Problem; außerdem gesellt sich gleich und gleich ja bekanntermaßen gerne!

Kinder mit schlimmen Namen an Bord

Übrigens: Wer ein wenig lachen will, sollte mal die Internetseite Chantalismus besuchen. Dort können Leser Geburtsanzeigen oder Heckscheibenaufkleber mit Beispielen von Kevinismus  wie Horst-Kevin oder Tyson Toni hochladen, um sich anschließend mit anderen darüber lustig zu machen. Hoch lebe das fröhliche Vornamen-Lästern. Übrigens: Als Kevinismus bezeichnet man laut Uncyclopedia die krankhafte Unfähigkeit, menschlichem Nachwuchs menschliche Namen zu geben.

Kategorie: Singles

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Schön, dass du auf meinem Blog gelandet bist. Ich bin Kati und Ich blogge für Kissnapping über die Liebe und das Leben. Außerdem schreibe ich übers Reisen - meiner zweitgrößten Leidenschaft ;-)

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