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Mein Flirt Talk mit Nina Deißler

Im Dezember habe ich am Flirt Talk von Nina Deißler teilgenommen und möchte Euch nun von dem Seminar berichten. Die Flirttrainerin aus Hamburg kennt die besten Strategien, um beim anderen Geschlecht punkten zu können – und die verriet sie uns Teilnehmern. Aber alles der Reihe nach…

Mein erstes Flirtseminar und ich war zugegebenermaßen ein wenig aufgeregt – und mal wieder zu spät dran. Ich kam also leicht abgehetzt in einer kleinen Location in Köln an und versuchte mir erst einmal einen Überblick über die Teilnehmer zu verschaffen. Hmmm… fast ausschließlich Männer waren da und inklusive mir nur drei Frauen. Offenbar scheint bei Männern ein großer Bedarf an Hilfestellung nötig zu sein, war mein erster Gedanke.

Nach der ersten Verlegenheit kam ich mit den Teilnehmern ins Gespräch und stellte fest: Puh, alle ganz nett. Der Flirt Talk konnte also beginnen! Und da kommt Nina ins Spiel – eine ziemliche Frohnatur, die mit ihrer offenen Art und ihrem netten Wesen sofort sympathisch wirkte. Eine Hamburgerin wohlgemerkt, aber alles andere als unterkühlt und zurückhaltend, wie man es von den Nordlichtern gewohnt ist. Nina weiß, wie man spielt und provoziert – und dieses Wissen setzt sie gezielt ein. Ich vermute mal nicht nur in ihren Seminaren.

Nina erklärte uns erst einmal das AIDA-Prinzip. Wer ein wenig was von Marketing versteht, kennt es sicherlich schon. Was in der Werbung funktioniert, erfüllt auch seinen Zweck bei der Partnersuche. AIDA bedeutet nämlich Attention – Interest – Desire – Action, zu Deutsch Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, einen (Besitz-) Wunsch erzeugen und dann eine Handlung auslösen. Aber wie setzt man das beim Flirten um? Gar nicht so einfach in der Praxis. Also erst mal Aufmerksamkeit erzeugen.

Dazu mussten sich die Männer und Frauen auf die gegenüberliegenden Seiten des Seminarraumes positionieren. Unsere erste Aufgabe des Tages bestand – nach einem kleinen Kennenlernspiel – darin, die Männer mit Augenkontakt zu bezirzen. Also (wohlgemerkt) drei Frauen auf der einen Seite und etwa zehn Männer auf der anderen Seite. Wir Frauen sollten uns einen Mann aussuchen, ihn anflirten und wenn dieser sich angesprochen fühlt, sollte er uns ansprechen. Aber nur dann. Den falschen Männern sollten wir Frauen eine Abfuhr erteilen beziehungsweise nicht auf ihre Ansprache reagieren.

Gesagt, getan. Ich lasse meinen Blick schweifen, bleibe bei dem ersten Kandidaten hängen, suche Blickkontakt und lächle. Und lächle. Und lächle. NICHTS passiert. Mein Flirtobjekt dreht sich nur irritiert nach links und rechts und nachdem ich mein allergrößtes Strahlelächeln aufgesetzt habe (ich  hatte schon fast einen Krampf in meinen Mundwinkeln), setzt er sich zögerlich in Bewegung. Wow, denke ich. Und ich dachte immer, ein Blick in die Augen eines Mannes reicht aus, damit er merkt, dass ich ihn kennen lernen möchte. Pustekuchen. Meine erste Erkenntnis: Männer brauchen (wirklich) eindeutige Signale.

Nina sagt dazu, dass es da ein Problem zwischen Männern und Frauen gibt.  Die Herren der Schöpfung müssen durch eindeutige Signale ermuntert werden, Frauen hingegen sind durch ihre Erziehung gehemmt, eindeutig ihr Interesse zu zeigen. Sie haben oft Angst allzu willig und billig zu wirken. Deswegen machen sie lieber gar nichts oder schicken nur einen kurzen Seitenblick zum Objekt ihrer Begierde und denken: Der Typ muss doch merken, dass ich ihn gut finde. Tut er in der Regel aber nicht. Und falls doch, ist der Mann sich oft nicht sicher, ob wirklich Interesse besteht und spricht die Damen deswegen auch nicht an. Also noch mal hinter die Ohren schreiben: Männer brauchen eindeutige Signale.

Übrigens noch ein Tipp für die Männer: Wenn Ihr eine Frau anschaut und sie dreht sich ruckartig um, kramt verlegen in ihrer Handtasche oder tippt plötzlich total angeregt auf ihrem Smartphone rum. Bingo! Die Frau hat eindeutig Interesse an Euch und fühlt sich erwischt. Jetzt müsst Ihr unbedingt am Ball bleiben. Nachdem wir das Gelernte anschließend in unserer Mittagspause ein wenig üben sollten, ging es am Nachmittag mit den drei Gesprächsphasen beim Kennenlernen weiter.

Wie man ins Gespräch kommt, ist eigentlich belanglos – Hauptsache, man tut es auf nette und charmante Weise. Gut kommen so genannte Türöffner an. Ein „Hast du Lust, einen Glühwein mit mir zu trinken – du siehst nämlich so verfroren aus“ setzt eine Frau weniger unter Druck als die Frage: „Willst du einen Glühwein mit mir trinken?“ Die erste Frage erklärt nämlich, warum man mit der Frau etwas trinken gehen möchte. Frauen sind nämlich automatisch darauf gepolt, erst einmal „Nein“ zu sagen. Schließlich könnte der Mann ja etwas als Gegenleistung verlangen (Sex zum Beispiel). Auch ist es gut, eine Frau mit Alternativ-Fragen anzusprechen.

Also: „Würdest du gerne mit mir essen gehen oder sollen wir mal einen Cocktail zusammen trinken?“ Das nimmt uns Frauen den Druck, sagt Nina. Wenn man sich bekannt gemacht hat, gilt es, dem anderen etwas näher zu kommen und in positiver Erinnerung zu bleiben. Dies geschieht zum Beispiel, indem man Gemeinsamkeiten findet. In der nächsten Phase unterhält man sich über Hobbies, Reisen oder seine Lieblingsband. Hier gilt: Positive Themen erzeugen eine positive Stimmung. Gespräche über Politik, Krankheiten oder Geldprobleme gehören in Phase 2 nicht hin. Oder möchtet Ihr als der Typ in Erinnerung bleiben, der immer Durchfall bekommt, wenn er aufgeregt ist. Bestimmt nicht!

In der dritten Phase wird es sexy. Hier muss man versuchen, eine Spannung zwischen sich und dem Flirtpartner entstehen zu lassen.  Das heißt: Man neckt sich ein wenig, albert herum und wird ruhig auch mal ein bisschen zweideutig. Ziel ist es, den Sex im Kopf entstehen zu lassen und sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen zu können. Man will dem Gegenüber in Phase 3 Lust auf mehr machen – ansonsten landet man nämlich in der Freundesschublade – und da kommt man nicht so schnell wieder raus. Fantasiethemen („Was wäre, wenn…“) und schöne Kindheitserinnerungen eignen sich hervorragend für diese Phase.

Mir hat besonders der erste Teil des Seminars gefallen. Es war mir nicht klar, dass Männer so sehr ermuntert werden müssen, eine Frau anzusprechen. Ich dachte immer ein kleines Lächeln reicht aus, um Interesse zu signalisieren. Der zweite Teil des Seminars war ebenfalls interessant, aber nicht wirklich neu für mich. Trotzdem denke ich, dass besonders schüchterne Menschen von den Tipps profitieren dürften.

Kategorie: Singles

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Schön, dass du auf meinem Blog gelandet bist. Ich bin Kati und Ich blogge für Kissnapping über die Liebe und das Leben. Außerdem schreibe ich übers Reisen - meiner zweitgrößten Leidenschaft ;-)

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  1. Pingback: Kontaktvoll FlirtApp – Flirtcoach für die Hosentasche - Kissnapping – Was wir lieben

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