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Rollenteilung: In glücklichen Beziehungen hilft der Mann im Haushalt

Rollenteilung: In glücklichen Beziehungen hilft der Mann im Haushalt

Kochen, Haushalt, Wohnung einrichten? Diese Dinge sind in den meisten Partnerschaften immer noch Frauensache. Männer dagegen sind für Reparaturen zuständig. Eine neue ElitePartner-Studie deckt jetzt einen Zusammenhang von Beziehungsglück und Rollenteilung auf. Das Ergebnis: In sehr glücklichen Partnerschaften teilt sich das Paar die Aufgaben gleichberechtigt, in eher unglücklichen ist die Rollenteilung traditioneller.

Deutsche sind eher traditionell

In deutschen Haushalten geht es oft noch gemäß traditioneller Rollenverteilung zu, so das Ergebnis der Studie, für die über 25.000 erwachsene Internetnutzer befragt wurden. Die Frauen sind für den Haushalt verantwortlich, die Männer für handwerkliche Tätigkeiten: 59 Prozent der Frauen geben an, in ihrer Partnerschaft für das Kochen zuständig zu sein. Nur jede Dritte sagt, dass auch ihr Partner ab und zu am Herd steht. Interessant: Ehe und Kinder verstärken die klassische Rollenteilung: 66 Prozent von den verheirateten Frauen mit Kindern sind für das Kochen zuständig.

Der handwerkliche Bereich ist Männersache

In deutschen Partnerschaften kümmern sich acht von zehn Männern allein um Haushaltsreparaturen. Auch der Anstoß zum Sex geht oft vom Mann aus: Zwar findet die Mehrheit der Liierten, dass in ihrer Beziehung beide hier die Initiative übernehmen, aber ebenso ist jeder dritte Mann überzeugt, dass meist er den Anstoß zum Sex gibt. Erziehungsfragen werden dagegen gleichberechtigt entschieden: Drei von vier Männern finden, sie kümmern sich genauso viel wie die Partnerin um die Kindererziehung.

Beziehungsglück und Rollenteilung

Auffällig sind die Unterschiede in der Rollenverteilung bei sehr glücklichen und eher unglücklichen Paaren. Frauen, die in ihrer Beziehung sehr glücklich sind, bekommen mehr Unterstützung im Haushalt von ihrem Partner: 48 Prozent der sehr glücklich liierten Frauen sagen, sie und ihr Partner wären zu gleichen Teilen für den Haushalt zuständig. Dies trifft nur auf 24 Prozent der Frauen zu, die in ihrer Partnerschaft eher unglücklich sind. Auch in den Bereichen Einkaufen, Kochen und Kindererziehung bestätigt sich der Trend: 72 Prozent der Frauen, die in ihrer Partnerschaft sehr glücklich sind, sagen, dass ihr Partner ihnen zu gleichen Teilen bei der Erziehung hilft. In eher unglücklichen Partnerschaften bekommt nur jede dritte Frau Unterstützung vom Partner.

Rollen in Partnerschaften nach wie vor eher geschlechtstypisch

„Trotz zunehmender Gleichstellung der Geschlechter zeigen die Studienergebnisse, dass die Rollen in Partnerschaften nach wie vor eher geschlechtstypisch verteilt sind“, erklärt Paar-Therapeutin und Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner. Interessant ist der Zusammenhang von Beziehungsglück und Rollenteilung: Jeder zweite sehr glücklich Liierte gibt an, sich Haushaltsaufgaben mit dem Partner zu teilen. Im Vordergrund steht dabei die Gemeinsamkeit und Balance der Alltagsorganisation, nicht das Delegieren der Aufgaben an einen Partner. Fragen zur Organisation des Alltags sind für die Beziehungsentwicklung von hoher Bedeutsamkeit. Zum einen beeinflusst die Aufgabenverteilung die Partnerschaftszufriedenheit. Zum anderen verstärkt der Umgang der Partner mit der täglichen Organisation von Haushalt, Küche und Kindern wiederum die Geschlechtsrollenidentitäten.

Wie glücklich sind die Männer?

Und die Moral von der Geschicht‘: Moderne Männer braucht das Land! Eine Frage habe ich allerdings noch: Sind die Männer, die im Haushalt helfen, auch glücklicher in ihrer Beziehung? In der Studie wird irgendwie nur von glücklicheren Frauen gesprochen… Oder sind die Männer automatisch dann glücklich, wenn es ihre Frauen auch sind? Wisst Ihr die  Antwort? Ich bin gespannt!

Kategorie: Liebe

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Schön, dass du auf meinem Blog gelandet bist. Ich bin Kati und Ich blogge für Kissnapping über die Liebe und das Leben. Außerdem schreibe ich übers Reisen - meiner zweitgrößten Leidenschaft ;-)

1 Kommentare

  1. Sven sagt

    Liebe Mrs. Kolumna,

    ein schöner Beitrag der das alltägliche mal aufgreift. Die meißten Beiträge in diese Richtung sind augenwischerei und sehr einseitig und stellen überschwängliches Glück dar.

    Der Gefahr bist Du fasst aufgesessen, aber im letzten Absatz die Kurve bekommen, nämlich mit der Frage wie sich die Männer dabei fühlen.

    Ich fühle mich gut dabei, denn ich scheue die Hausarbeit nicht!
    Kochen muß ich zwar noch üben, aber meine zubereiteten Fertigkäsenudeln schmecken selbst meiner Tochter (4j).

    Warum soll man(n) auch nicht helfen und unterstützen, so kommt man doch schneller dazu auszuspannen nach einem anstrengenden Arbeitstag. Meine Frau und ich gehen beide arbeiten.

    Natürlich ist nicht immer alles zuckersüß in einer Beziehung, es gibt Phasen da möchte man alles hinschmeißen, aber es kommt der Augenblick in einer Partnerschaft, eine Kleinigkeit oder Geste, der alles wieder wett macht! Das zeugt doch von Stärke! So ist es, wie Achterbahn fahren ein „Auf und Ab“. Wäre auch schlimm wenn es nicht so wäre. Dann würde ich mir Gedanken machen ob die Partnerschaft gerade im „Schlummer-Modus“ ist….

    Die erwähnte klassische Rollenverteilung ist eigentlich klar.
    Viele Frauen sind nach der Geburt eines Kindes erstmal zu Hause, bei manchen bleibt das so. Und somit schleift sich diese altbackene Rollenverteilung eben ein.

    Bei manchen funktioniert das finanziell aber gar nicht und beide Partner müssen arbeiten. Und somit ist man gezwungen als Mann eben modern zu werden, und das ist gut so!

    Wenn es Glück ist in einer festen Beziehung zu sein mit einem Menschen mit dem man gerne einschläft und aufwacht, gesunde Kinder zu haben, und ein Dach über dem Kopf zu haben -> dann bin ich es!
    Und dafür schwinge ich gerne den Kochlöffel und schubse den Staubsauger durch die Bude!

    In diesem Sinne!
    Liebe Grüße

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