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Ewig jung und unglaublich dürre – unser verschrobenes Schönheitsideal

Ewig jung und unglaublich dürre - unser verschrobenes Schönheitsideal

Echte Frauen haben Kurven. Wenn es jedoch nach den Medien ginge, sieht die perfekte Frau aus wie ein Kleiderständer. Dürre Beinchen, flacher Bauch und herausstehende Beckenknochen. An einen wohlgeformten runden Po braucht man gar nicht zu denken und statt einem üppigen Busen gibt’s Silikon ins Brüstchen. Macht ja auch Sinn: Wo es kein Fett am gesamten Körper gibt, kann auch kein Fett in der Oberweite sein.

Unser idiotisches Schönheitsideal

Die Medien wollen uns weismachen, dass das schön ist. Und inzwischen glauben wir es sogar selbst. Kaum eine Frau geht liebevoll mit ihrem Körper um. Stattdessen gehen wir hart mit ihm ins Gericht und jammern: Mein Bauch ist zu dick. Ich habe schon wieder zugenommen. Mein Schenkel sind so hässlich. Wir quälen uns ins Gym, um unseren Idealen aus der Zeitung näher zu kommen. Nur, da diese Ideale sich täglich mit harten Workouts quälen und nichts essen und trinken außer Wasser und Proteinshakes, hat unser Training natürlich nicht den gewünschten Erfolg. Wie auch, wenn man nicht hungern will und seine Zeit nicht ausschließlich im Fitness-Studio verbringen will?

Auf der Bunte-Waage

Einen regelrechten Anfall kriegen ich, wenn ich die Zeitung „Bunte“ lese, in der regelmäßig Promis auf der Waage stehen. Dort werden dann die vorher-nachher-Bilder verglichen. Vorher: Eine normale, schlanke Figur mit Rundungen an den richtigen Stellen: „Sie ist überhaupt nicht in Form und hat wohl ziemlich beim Essen zugeschlagen.“ Nachher: Ein dürres Weibchen mit Zahnstocherbeinen: „Nicht nur Ihre Karriere ist gerade in Topform, sondern auch ihr Köper.“ Hallo??? Geht’s noch???

Übergrößen-Modell?

Den Vogel abgeschossen hat jetzt jedoch das „Cosmopolitan Magazine“ mit ihrem neuen Übergrößen-Modell! Wie der Blog Schleckysilberstein zu recht schreibt, hat die Zeitung wohl „den Arsch offen“. Denn wie sollen sich normale Frauen bei solchen Parolen nicht fett fühlen? Aber es ist nicht nur die Figur, die immer wieder im Fokus des Interesses steht. In der Werbung will uns eine bekannte Schauspielerin vorgaukeln, dass man mit über 50 Jahren nur mit Hilfe einer Crème aussieht wie Mitte 30. Dass der Druck mit einem solchen Schönheitsideal auf uns Normalos ins Unermessliche steigt, ist nur zu klar. Aber warum machen wir das überhaupt mit?

Hohe Ansprüche auch in der Liebe

Fakt ist, nicht nur wir selbst lassen uns unter Druck setzen und wollen einem absolut irrealem Schönheitsideal entsprechen. Auch unsere Ansprüche an einen Partner steigen ins unermessliche. Der Mann hat kein Sixpack. NEXT. Die Frau hat keine Figur wie ein „Victoria’s Secret“-Model. NEXT. Falten im Gesicht. NEXT. Cellulite am Po. NEXT. In was für einer oberflächlichen Welt leben wir eigentlich? In Somalia hungern Kinder, weil sie nichts zu essen haben und wir hungern, damit man uns schön findet. Von wegen auf die innere Schönheit kommt es an! Das war vielleicht einmal, bevor Bunte, Cosmopolitan und die ganze Werbeindustrie um die Ecke kamen. Aber müssen wir das unbedingt mitmachen. Ich denke nicht. 

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Schön, dass du auf meinem Blog gelandet bist. Ich bin Kati und Ich blogge für Kissnapping über die Liebe und das Leben. Außerdem schreibe ich übers Reisen - meiner zweitgrößten Leidenschaft ;-)

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  1. Pingback: Fundgrube: Gentleman-Linktipps (01/2014) | Gentleman

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