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Generation Beziehungsunfähig? So einfach ist das nicht!

Generation Beziehungsunfähig? So einfach ist das nicht!

Ich habe das Buch „Generation Beziehungsunfähig“ von Michael Nast nicht gelesen, dafür aber seine Lesung besucht, um mitreden zu können. Denn Nast hat eine Generation definiert, die den Drang zur Selbstoptimierung und Selbstdarstellung innehat.

Generation Beziehungsunfähig

Eine Generation, die sich lieber auf ihren beruflichen Erfolg fokussiert anstatt eine emotionale Bindung mit einem anderen Menschen einzugehen. Eine Generation, die sich selbst in den sozialen Netzwerken inszeniert und darüber ihr Selbstbewusstsein pusht, jedoch im Grunde total unzufrieden mit sich selbst ist. Menschen, die innerlich leer sind und nicht in der Lage sind, sich auf eine erfüllende Beziehung einzulassen. Das soll die Generation Beziehungsunfähig sein.



Traditionelles Famlienmodell

Im Gegensatz zu unseren Eltern, die mit 30 schon ein Einfamilienhaus und Kinder besaßen, strebt diese Generation nach Selbstverwirklichung. Doch das ist etwas, was im Grunde gar nicht verkehrt ist. Ich persönliche finde die Vorstellung von einem Leben in der Vorstadt als Hausfrau und Mutter unvorstellbar. Dieses Familienmodell, wo die Frau zu Hause bleibt und nicht mehr arbeiten geht oder ihre Karriere zurücksteckt, ist für mich nicht mehr zeitgemäß. Dafür habe ich nicht viele Jahre in ein gutes Studium investiert.

Die klassische Ehe

Die Zeiten haben sich außerdem geändert. Noch vor Jahrzehnten war die Ehe das Maß aller Dinge, da sie sowohl für Männer als auch für Frauen zahlreiche Vorteile mit sich brachte. Der Frau bot sie finanzielle Sicherheit, für den Mann gab es regelmäßigen Sex und ein gewisses Ansehen in der Gesellschaft. Damals hieß es für Frauen aber auch: Kochen, Kinder erziehen und Klappe halten! Ob diese Ehefrauen damals so richtig glücklich waren, bezweifle ich. Heutzutage gibt es verschiedene Formen von Beziehungen: Offene Beziehungen, Polyamorie, Mingles, Freundschaft Plus, Casual Sex und vieles mehr. Das muss auch nicht schlecht sein, wenn beide damit einverstanden sind. Schlecht ist es nur, wenn einer von beiden andere Vorstellungen von einer Liebesbeziehung hat als der andere.

Zu große Auswahl

Ich möchte keines dieser Lebensmodelle verurteilen. Aber für mich persönlich ist das alles nichts. Ich wünsche mir zwar kein traditionelles Familienmodell, dafür aber eine klassische Liebesbeziehung, in der man sich Treue schwört und die Finger von anderen lässt. Und jetzt kommt wieder die Generation Beziehungsunfähig ins Spiel. Viele Männer und Frauen schaffen es heutzutage einfach nicht mehr, sich auf eine wirkliche Liebesbeziehung einzulassen. Denn die Auswahl da draußen in der Welt der Singles ist riesengroß und es könnte ja noch jemand besseres kommen als der Mensch mit dem man gerade seine Zeit verbringt.

Der optimale Partner

Genauso wie wir uns selbst optimieren, haben wir auch die Vorstellung von einem idealen Partner im Kopf. Ein Partner, der von Instagram-Filtern weich gezeichnet ist, keine Ecken und Kanten hat und immer lustig und unkompliziert ist. Sobald es etwas schwierig in einer neuen Beziehung wird oder es nicht 100 prozentig passt, machen wir die Biege und suchen uns einen neuen Kandidaten. Dank Tinder und Co. ist das auch ziemlich einfach. Oder wir suchen sowieso nur jemanden fürs Bett, da die großen Gefühle uns Angst machen und wir damit nicht umgehen können. Denn wenn wir uns auf jemanden mit Haut und Haaren einlassen, könnten wir ja verletzt werden – und dieses Risiko möchten wir auf keinen Fall eingehen. Lieber bleiben wir allein, posten unser geiles Leben auf Facebook und jagen von einem sexuellen Abenteuer zum nächsten.

Generation von Feiglingen

Das ist ja auch so viel einfacher als sein Herz in die Hände eines anderen Menschen zu legen und sich angreifbar zu machen. Deswegen würde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen als Michael Nast. Wir sind keine Generation Beziehungsunfähig – wir sind eine Generation von Feiglingen. Amen!

Kategorie: Liebe

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Hi zusammen, ich bin Kati und Ich blogge für Kissnapping über Liebe und Dating. Für euch checke die neuesten Trends im Netz und teste Singlebörsen - natürlich völlig uneigennützig ;-)